Nachdem ich bereits am Freitag in unser neues Zuhause eingezogen war, gab es in den Folgetagen aber noch einiges zu tun.
Mittlerweile ist auch meine erste Mitbewohnerin - Kathi - da, sodass jetzt nur noch Stefan fehlt, ehe die bunt zusammengemixte
Kufsteiner-WG vollständig ist. Dann wohnen eine Österreicherin, ein Italiener und ein Deutscher bis kurz vor Weihnachten unter
einem Dach - das kann ja was werden :)
Die letzten Tage hatte ich ja vergeblich versucht Gas zu besorgen, aber gestern war es dann endlich soweit. Am Nachmittag rollte
ein Gastruck an, die Leiter wurde ausgefahrn, der Schlauch ausgerollt, ein Mann stieg auf's Dach, ein Zweiter betätigte 2-3 Knöpfe
am Fahrzeug und binne weniger Sekunden war der auf dem Dach stationierte Gasspeicher voll. 300 Pesos und eine Quittung beendeten
dieses Erlebnis, welches uns in 2-3 Monaten aber erneut bevor steht.
Mein Sprachkurs gestaltet sich zunehmend auch immer stressiger und schwieriger. Nicht dass ich nicht mehr mitkomme. Nein, die
vielen Hausaufgaben nerven. Nach 4 h in der Uni kann man jeden Tag mindestens nochmal 90 min bis 2h für Grammatikuebungen,
Texte schreiben und Vokabeln lernen einplanen. Hinzu kommen 4 Klausuren, von denen die erste Morgen folgt - da bin ich ja mal
gespannt, was das wird - einfach sicher nicht :(
Auf meinem Weg zurück von der Uni, bin ich heute erstmals in den falschen Bus eingestiegen. Ausgerechnet meine buslinie R-635
gibt's zweimal. Wenn ich früh zur Uni fahre, kann ich eigentlich nicht in den falschen Bus einsteigen, da die "richtige" 635
fast vor unserer Haustuer haelt. Am Nachmittag muss ich allerdings aufpassen, denn der falsche Bus bringt mich zwar annähernd in
meine Richtung, aber halt nur annähernd. So bin ich dann anstatt der ueblichen 30min, heute fast 45min gefahrn und musste
anschließend nochmal die selbe Zeit investieren, um zurück zu unserem Apartment zu kommen. Glücklicherweise hab ich aber wieder
mal einen super Orientierungssinn gehabt, sodass ich mich nichtmal verlaufen hab, am Ende dieses 45-Marsches halt nur verschwitzt
zu Hause ankam. Da wartete dann auch schon Essen auf mich - was für ein Luxus - die WG zahlt sich jetzt schon aus. Solange jeder
immer was macht, sprich Essen kocht, abwäscht oder einkaufen geht, wird's echt super werden, denn die Arbeitsteilung erspart eine
Menge Zeit.
Um beim morgigen ersten Examen nicht gleich gewaltig auf die Klappe zu fallen, werde ich heute wohl noch ein wenig Vokabeln lernen
muessen und vllt auch mal die Grammatikaufgaben loesen - noetig waer's auf alle Faelle.
back to mexico
back to start