Eine Feier der besonderern Art erwartete mich an diesem Samstag. Nachdem ich es geschafft hatte die richtigen Busse herauszusuchen
und mich mit Javier - war ein Jahr lang Austauschstudent in Kufstein - am vereinbarten Treffpunkt zu treffen, konnte es auch
schon fast los gehen. Zunächst mussten wir aber noch einen kleinen Abstecher zu ihm nach Hause machen, um neben seiner Schwester
auch noch einen Freund des Vaters abzuholen - dieser Freund legt mal wieder die typisch mexicanische Ruhe an den Tag und so
kam es, dass wir erst nach ueber einer Stunde warten, losfahren konnten. Unser Ziel war Chapala - eine Art Wochenendsiedlung für
die gehobene Gesellschaft von Guadalajara. Die Ortschaft liegt nur gut eine Stunde von der Großstadt und bietet neben einem großen
See auch noch eine Rennstrecke, die an diesem Samstag stark befahren werden sollte. Am Ziel angekommen, verschlug es mir dann das
erste Mal die Sprache - das Anwesen war einfach unglaublich; in jeder Hinsicht. Nach einer kurzen Vorstellung der Eltern, hatte ich
dann auch gleich Gelegenheit mir das Haus und den dazugehörigen Garten näher anzuschauen - der Ausblick war einfach nur hamma!!!
Da das Grundstück am oberen Ende eines Hanges liegt, bot sich die Möglichkeit einen ausgiebigen Ausblick ueber Ortschaft und
Umgebung zu erhaschen. Was soll ich sagen - die Rennstrecke konnte man nun nicht nur hören, sondern auch sehen. In der Ferne war
es zwar ein wenig bewölkt, aber an einem guten Tag kann man von hier auch bis nach Guadalajara schauen - einfach nur unglaublich.
Nach meiner kurzen aber ausführlichen Erkundungstour, ging's auch gleich an's Eingemachte - Javier's Eltern boten mir eine
Köstlichkeit nach der anderen an. Ich kann schon mal vorab sagen, dass ich an diesem Tag soviel essen sollte, wie schon sehr lang
nicht mehr. Das musste aber auch sein, denn die Speisen und Getränke waren einfach unwiederstehlich. Auch an den hier schon
alltaeglichen Chiligeschmack gewoehnt man sich schnell, denn an nahezu jedes Gericht kommt dieses Gewürz. Als zweites Muss steht
bei den Mexicanern Limette - die gehört auch ueberall dazu.
Nachdem sich am Nachmittag der Garten langsam füllte, gab es auch die Möglichkeit den Pool zu nutzen - bei diesen Temperaturen
einfach ein Muss. Dazu bekam man ein eisgekühltes Bier geliefert und die Poolatmosphaere war vollkommen :) Bis zum Abend sollte
ich noch zahlreiche weitere Gerichte gekostet/gegessen bzw. getrunken haben. Wie ich das alles verdaut habe, weis ich bis heute
nicht. Aber schlecht ging's mit nach diesem Tag im Schlaraffenland ganz gewiss nicht. Ich hoffe mal, dass sich so ein Tag nochmal
wiederholen lässt.

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