Umzug


Bereits zum 1. Oktober habe ich meine Wohnung gewechselt. Gruende meine alte Bleibe zu wechseln gab es eigentlich nicht viele - um ehrlich zu sein, reduziert es sich auf einen kleinen aber feinen Unterschied. Waehrend meine neue Wohnung nur 5 min von der Uni entfernt ist, musste ich vom alten Standort aus jeden Tag fast 2h Zeit aufbringen. Das hiess, dass ich am Morgen immer eine Stunde eher aufstehen musste, um dann mit einem meist ueberfuellten Bus zur Uni zu tuckern. Wenn die Strassen frei waeren, dann haette ich sicher kein Problem gehabt. Aber meist war frueh Berufsverkehr und dann 30 oder 40min oder noch laenger im Bus eng an eng, das gefiel mir einfach garnicht. Das Selbe spielte sich dann meist am zeitigen Abend ab, sodass ich meist recht schlecht gelaunt zu Hause ankam und sich die anderen beiden Mitbewohner stets fragten, was denn los sei.

Mit der neuen Wohnung hab ich auch die Gelegenheit in meinen Freistunden mal heim zu gehen, Mittag zu kochen oder einfach ne Runde zu chillen. Das ging ja vorher nicht und so war ich an meinen langen Tagen, den ganzen Tag an der Uni. Allein um meinen Mittag etwas angenehmer zu gestalten, war der Wechsel schon viel wert, denn wenn man frueh vor 8 das Haus verlaesst und dann Abends irgendwann erst nach 11 Uhr zurueckkommt, dann hat man einfach nichts vom Tag.

Jetzt in der neuen Bleibe wohn ich mit einer Franzoesin zusammen. Allerdings macht so jeder sein eigenes Ding und das find ich nicht mal so schlecht. Tagsueber sehen wir uns kaum, da ich schon jeden frueh raus muss, sie aber immer erst am spaeteren Nachmittag hat. Rein Essenstechnisch konnte ich von der franzoesischen Kueche auch noch keinen Gebrauch machen - als Vegetarier gibt's naemlich nur Magerkost und das steht mir wahrscheinlich garnicht gut. Die taegliche Portion Fleisch oder zumindest ein wenig Abwechslung im Essensplan muessen schon sein und so glaub ich, dass es auch nicht mehr dazu kommen wird, dass wir mal gemeinsam kochen.

Die Wohnung an sich bietet nicht viel - sie war von Anfang an unmoebeliert und von daher sind Moebelstuecke oder allgeim "Gegenstaende" echte Mangelware. Ich hab auf einer ueberdimensional großen Luftmatraze Platz gefunden und ansonsten versuch ich sowieso moeglichst wenig Zeit in meiner Wohnung zu verbringen. Fuer die 2 Monate, fuer die ich die Wohnung gemietet hab, hat sich's aber auf alle Faelle ausgezahlt - wobei ich froh bin, wenn der "Ich schlaf auf ner Luftmatraze"-Zustand ueberwunden ist. Lange dauert es ja nicht mehr und dann gibt's sicher wieder ein ordentliches Bett und vielleicht sogar nen Tisch und Stuehle - allein zum Essen waer das ne echte Alternative:)

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