Unialltag


Die Eingewöhnungsphase ist vorueber und so langsam hab ich mich auch an den "ganz alltaeglichen" Unitagesablauf gewöhnt. Nichts ist's mehr mit fruh ausschlafen bzw. Abends lang feiern gehn. Hier weht ein ganz anderer Wind, denn ich muss jeden Tag um 9 zum Spanischunterricht. Gluecklicherweise hat sich das Pensum der Anzahl an Spanischstunden aber schon reduziert. Statt der anfaenglichen 2h Grammar und 2h Conversación, steht nun noch Grammar auf dem Plan. Das heißt, ich bin dann eigentlich Mittag fertig :) Schoen waers, is es aber leider nicht. Dennoch nach dem taeglichen "Steh-auf-Programm" folgt dann erst der harte und schwierigere Teil - Wirtschaftsvorlesung - und das auch jeden Tag. So besuche ich 4 Vorlesungen zu unterschiedlichen wirtschaftsbezogenen Fachgebieten - halt so, wie von Kufstein aus vorgeschrieben. Eine Kulturstunde oder ein Kochkurs finden so aber keinen Platz in meinem Stundenplan, der aber dank der Wirtschaftsfaecher auch so ueberfuellt ist.

Montag, Dientag und Freitag gibt's einen Einblick in der Geschichte der Wirtschaft. Welche Systeme gab es dann und wann und welche Neuerungen brachte welche Epoche mit sich. In welchen Staaten wurden welche Wirtschaftssysteme entwickelt. Was sind der Vor- und Nachteile. Unzaehlige Videos ueber die "Vaeter" der Wirtschaft. usw....

Montag bis Freitag gibt's jeden Tag zur besten Tagenzeit - naemlich genau dann wenn ich Hunger hab - ne Klasse ueber allgemeine wirtschaftliche Sachverhalte, angefangen von Begriffsklaerungen, ueber Rechnungen, hin zu Arten von Inflation bzw. Finanzierungssysten. Im grunde genommen ein allgemeiner Ueberblick ueber alles, was fuer den Einstieg wichtig ist.

Montag und Mittwoch findet die Vorlesung ueber Politik und Wirtschaft Mexikos statt. Dazu gibt's eine Menge zu erzaehlen, wobei die interessantes Themen hier die zahlreichen Krisen des Landes sind. Ueber Politik weis ich mittlerweile auch sicher mehr, als ueber die Deutsche. Das faengt schon damit an, dass wir saemtliche Praesidenten den Landes, der Regierungsperiode und ihre Verdienste Wissen muessen. Da wuerde mir zu Dtl. nicht viel einfallen :(

Die letzte Vorlesung - Geld- und Rechnungswesen - ist fuer Dientag- und Mittwochabend angesetzt, wobei die Vorlesungszeit am Mittwoch echt nervig ist. Waehrend alle anderen Austauschstundenten gegen 20Uhr in eine der zahlreichen Bars gehen - Mittwoch ist fast ueberall freier Eintritt und es gibt eine ganze Menge an spezial offers - sitz ich bis 22 Uhr im Vorlesungssaal. Bis ich dann Daheim war und mich fertig gemacht hab, sind die ersten dann schon immer besoffen :).
Die Vorlesung an sich ist aber die fuer mich interessanteste. Nach anfaenglich argen Schwierigkeiten im Verstehen - der Prof hat nen echt heftigen Akzent, fast so wie saechsisch :) - geht's mir nun aber wesentlich besser. Es gibt eine ganze Menge an Themen bezueglich der weltweiten Wirtschaftskrise. Dazu auch immer up-to-date Videos oder Zeitungsartikel und die neuesten Sachen seitens der Regierung. Muss dazu sagen, das der Prof fuer die Regierung arbeitet und dadurch ueber Material aus ersten Hand verfuegt.

Zu meiner fast 30h Woche kommt dann auch noch ein bisschen Sport dazu, denn Di und Do spielen wir als Team von Austauschstudenten immer Fussball gegen die Mexicaner. An den anderen Tagen versuche wenigstens einmal die Woche an den Tennisplaetzen vorbeizuschauen. Da kenn ich mittlerweile auch die Mehrheit der Leute, sodass sich fast immer die Moeglichkeit zum spielen ergibt.

Als naechsten steht nun der erste Pruefungszeitraum an. Dazu gibt's aber spaeter mehr.

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