California


Nun fragt sich wahrscheinlich jeder was ich in California zu tun habe. Die Frage scheint auch berechtigt, denn schließlich gibt es ja auch in Mexico eine ganze Menge zu sehen und die letzten Monate bin ich garnicht mehr soviel rumgekommen.
Nunja, was soll ich sagen. Ich wurde von der Familie meiner Mitbewohnerin Amanda ueber die Weihnachtsfeiertage eingeladen, um so einmal ein "amerikanisches Weihnachtsfest" zu erleben. Bereits am Flughafen in San Francisco wurde ich dann auch von Amanda und ihrem Dad Danny empfangen, sodass es gleich mit dem Auto weitergehen konnte, ins ca. 1h entfernte Elk Grove, nahe Sacramento. Nach einem kurzen Kennenlernen am Abend stand am naechsten Morgen, dann erstmal eine kleine sightseeing-tour durch Sacramento auf dem Program, wobei auch gleich noch die letzten Geschenke beschafft wurden. Anschließend ging's durch die Altstadt, den alten Hafen, bis hin zum Capitol, dem Regierungssitz von Arnold Schwarzenegger. Leider hab ich den Terminator an diesem Tag nicht antreffen koennen, aber zumindest hab ich einen Einblick in sein Büro sowie seine Empfangsraeume bekommen - ich mein, das muss man sich mal vorstellen, da konnte ich mich sozusagen auf den Stuhl setzen, wo sonst der Chef hoechst persoenlich sitzt bzw. Politiker und andere Persönlichkeiten aus aller Welt empfaengt. Das was schon was ganz besonderes.

Am Abend des 24.12 ging's dann zur Verwandtschaft - die Familie Amandas ist mexikanischer Herkunft und auch dementsprechend groß. So wurde dann im Beisein von 30 Leuten ausgiebig gegessen und Familiezeit verbracht, was wiederum heisst, dass das alle in großer Runde zusammensitzen und die gemeinsame Zeit einfach geniessen. Geschichten werden erzählt, ausführlich ueber Politik philosophiert, was aber hauptsaechlich daran liegt, das Joe für Schwarzenegger arbeitet und so auch immer die neuesten Themen parat hat. Dann gibt es auch immer noch ein paar kleine Spielchen fuer die "Kleinen". Ach ja, bevor ich es noch vergesse. Zu essen gab es Tamales - eine mexikanische Spezialitaet. Man kann sich das ganze wie eine Art großes Sushi vorstellen - nur das es hier mit Maisteig und Fleisch oder einen süßen Kleinigkeitgefuellt ist.

"El dia siguiente" - der folgende Tag. Gleich nach dem Aufstehn und noch im Schlafgewand geht's ins die Stube, hin zum Weihnachtsbaum, wo nun unzaehlige Geschenke warten. Nach anfaenglichen Startschwierigkeiten beim entpacken, kommen die Garcias spaetestens nach dem 5 entpackten Geschenk in Fahrt - schlueßlcih fehlen ja noch mindestens weitere 5 :). Eigentlich dachte ich ja, dass die Geschenke unterm Weihnachtsbaum auch mal abnehmen, aber am Ende sind's fast immer noch soviele wie woher, denn am spaeteren Vormittag kommt dann auch noch der Rest der Familie - und jeder bringt seine Geschenke mit. Die Stube ist ein einziges Chaos und wo man hinschaut, findet man Geschenkpapier wieder. Nach einem gefüllten "Geschenke-auspack-Marathon" steht, dann auch schon wieder essen auf dem Plan. Was soll ich sagen, typisch amerikanisch halt - ein riesen Truthahn und zusaetzlich gibt's auch noch etliche weitere mexikanische Gerichte. Es ist mal wieder soviel gewurden, dass wir auch einige Tage spaeter noch reichlich vom Weihnachtsschwaus zu essen hatten - mich hat's gefreut, denn die Sachen waren echt super lecker. Fuer den Rest des Tages steht wieder Zeit in der Familie an und natuerlich ununterbrochenes Essen. Dazu laufen ein paar Filme, Basketball bzw. Weihnachtsmusik. Am anderen Ende des Wohnzimmers wird dagegen fleißig gepuzzelt und in der Kueche ist sicherlich gerade wieder jemand am Essen :) - ich war's aber nicht.

Am Abend steht dann auch noch der Geburtstag von Amanada an - und somit eine 2. Runde Geschenke auspacken. Dazu gibt's noch die passende Torte und eine kleine Feier im Kreise der Familie. Dann werden wieder ein paar Familiespiele ausgekramt wie zum Beispiel "Picture it". Bis spät in die Nacht hinein sitzen wir noch gemuetlich zusammen und amüsieren uns köstlich, ehe dann doch die ersten auf dem Boden, der Coach oder gar im Stehen einsclafen :).

Den naechsten Morgen wird erstmal ausgeschlafen und bereits kurz danach geht's schon wieder an die naechste Festtagsmahlzeit. So entspannt wie der Tag zuvor, geht es dann auch heute wieder zu. Am Abend stand dann aber die Geburtstagsfeier Amandas an, wo einige ihrer Freunde vorbeikamen, bzw. wir uns dann zum Essen und ausgehen trafen. Vom Club selbst war ich dann ein wenig enttaeuscht, denn fuers "Land der unbegrenzten Moeglichkeiten", gab's dann doch eine ganze Menge Limits. Scharfe Sicherheitskontrollen, Dresscodes, Rauchverbot und 1:30am wird die Musik abgeschaltet, sodass die Securities alle bis spaetestens 2am aus dem Club "rausgeschmiessen" haben. So haette ich mir das nciht vorgestellt :(

Die 2 darauffolgenden Tage standen dann wieder ganz im Zeichen der Familie, wobei ich dann nochmal in Sacramento bzw. einem riesengroßen shoppingcentre war. An meinem letzten Tag bei den Garcias stand Paintball auf dem Programm und ich hatte nicht gedacht, dass es so super werden wuerde. Quasi den ganzen Tag waren wir im freien - wobei ziemlich kalt - und haben eine Parti nach der Anderen absolviert. Mit Teams von 10-15 Personen war jedes Spiel recht unterhaltsam. Wie oft ich diesen Tag getroffen wurde, bzw. jemanden getroffen habe, kann ich leider nicht sagen. Bis auf das Farbenspiel auf meinem Rücken sah ich aber noch ganz sauber aus.

Nun war's dann doch soweit. Nach guten 6 Tagen bei den Garcias hieß es Abschiednehmen, wobei die Tage mal wieder viel zu schnell vergingen. Jetzt stand noch eine Tour nach San Francisco an, wo ich glücklicherweise auch noch einige Kontakte hatte. So stand mir fuer meine sightseeing-tour Robbie zur Verfuegung und wir an einem Tag das unmoegliche war gemacht. In gut 12 h habe ich die ganze Stadt zumindest mal gesehen - also alle wichtigen Attraktionen. Dazu noch einen echt typischen Burger probiert und auch in Chinatour noch ein zwei Souvenirs gekauft. Kurz vor Mitternacht musste ich dann aber doch zum Flughafen, da mein Flug am naechsten Morgen bereits um 1:20am stattfinden sollte. Aufgrund verschaerfter Kontrollen verschob sich die Abflugzeit dann aber um eine Stunde.

Nach diesen eigentlich rundum nur positiven Eindruecken, hoffe ich, dass ich moeglichst bald wieder nach California zurueckkehren kann - vielleicht ergibt sich ja schon eher als gedacht eine Moeglichkeit.


































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